Gebrauchshundesport

 

 

Der Hund sollte entsprechend seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten beschäftigt werden. Neben ausreichender Bewegung sollte er eine intensive Beschäftigung haben, die seiner Lernfähigkeit, seinem Bewegungsbedürfnis und seinen sonstigen Fähigkeiten Rechnung trägt. Die verschiedenen Formen des Hundesports bieten dafür die besten Möglichkeiten. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Begleithundeprüfung, die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde, die Fährtenhundprüfung und die Stöberprüfung auszugestalten. Hierfür wurde eine "Internationale Gebrauchshunde Prüfungsordnung"  geschaffen, die die Gebrauchshundfähigkeiten fördern und erhalten sollen.

 

Was sind Gebrauchshunde? 

Gebrauchshunde sind zur Zeit zehn anerkannte Rassen (Airedale Terrier, Bouvier, Boxer,

Deutscher Schäferhund, Dobermann, Hollandse Herderhond, Hovawart, Malinois, Riesenschnauzer, Rottweiler) die durch gezielte Zucht Eigenschaften mitbringen, die den Anforderungen dieser Prüfungsordnung besonders gerecht werden. Aber auch geeignete andersrassige Hunde können erfolgreich Gebrauchshundesport betreiben. In dieser Prüfungsordnung werden Sozialverhalten, Nervenfestigkeit, Mut, Belastbarkeit, Triebhaftigkeit und Ausdauer überprüft. 

 

Warum betreiben wir Ausbildung / Erziehung? 

Durch unsere sach- und fachgerechte Unterstützung bei der Erziehung von Hunden möchten wir einen geringen Teil dazu beitragen, um das Kulturgut  - HUND - noch solange wie eben möglich in unserer Gesellschaft zu erhalten. Wir unterstützen daher im Umgang mit dem Hund um Beißattacken gegen Artgenossen und Menschen zu verhindern und den Hund als Familienmitglied aufzunehmen.

 

In der Sporthundausbildung werden geeignete Hunde auch darauf trainiert ihre Schnauze zu benutzen. Man nennt dies nicht laienhaft und fälschlich "Hetzen auf Menschen"! Nein, der Sinn und Zweck dieser Ausbildung ist und muss sein, die Triebe des Hundes kontrolliert ausleben zu lassen und zu lernen, damit kontrolliert umzugehen. Diese Ausbildung geschieht im Sportbereich ausschließlich an einem Beutestück (gepolsterter Schutzarm). In diesem Zusammenhang lernt der Hundeführer auch den notwendigen, konsequenten und geeigneten Umgang mit seinem Hund. Durch die körperliche und geistige Forderung des Hundes erhalten wir einen ausgeglichenen Hund, der im Gehorsam des Hundeführers steht. 

 

Bei einer Gebrauchshundprüfung werden folgende Bereiche getestet: 

  • Wesensüberprüfung und Umweltverhalten des Hundes, Verhaltensweise gegenüber anderen Artgenossen und Menschen, Verhalten in Alltagssituationen. Ziel ist es, dass sich der Hund absolut neutral verhält. 
  • Schussfestigkeit: Der Hund muss gegenüber Knallgeräuschen neutral sein.  
  • Nasenarbeit: Verfolgen einer vom Mensch gelegten Spur auf bewachsenem Untergrund /Wiese, Acker) und Auffinden menschlich verwitterter Gegenstände.
  • Unterordnung/Gehorsam: Freudige und korrekte vorgeführte Übungsteile wie Sitz, Platz, Steh, Bringen eines Gegenstandes, Ablegen unter Ablenkung. 
  • Schutzdienst: Beißen an einem Schutzarm, aber nur, wenn der Hund im Gehorsam steht und ausreichende Führigkeit zeigt. 

Basis aller Gebrauchshundeprüfungen - aber auch Prüfungen im anderen Bereich des Hundesports wie  Agility, Obedience , ... - ist die Begleithundprüfung. Sie beinhaltet im wesentlichen werden folgende Schwerpunkte:

  • Wesensüberprüfung / Umweltverhalten auf dem Übungsplatz und im öffentlichen Raum (Bahnhof, belebter Platz, in der Natur), auf der Straße, in der Stadt. Hierbei ist es ganz wichtig, dass die Hunde gegenüber alle Umweltanreize, Menschen und Artgenossen absolut neutral reagieren!

  

Alle Prüfungsanforderungen und Durchführungsbestimmungen wurden vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH ) in einer entsprechenden Prüfungsordnung festgelegt. Sie gibt den Rahmen für unseren Übungsbetrieb vor.

 

Das sind unsere Ziele!